Tourbook Al Carbon

Radteam Leopoldschlag live on tour
 

Letztes Feedback

Meta





 

Tag 2 - Die Landschaft wird kitschig

Der Tag beginnt mit einem Frühstück im Zimmer. Alle gesellen sich in die „Dachgeschoss-Suite“, weil die zwei Burschen haben zumindest einen Tisch. Gut, beim Anblick des Frühstückes wird klar, das ginge im Notfall auch ohne Tisch. In der einen Hand den Kaffee, in der anderen das Croissant. Um 9 Uhr geht der Radtag los. Auf der Panoramastraße nach Santa Quirico d’Orca, dort die erste Abweichung von der Route. Ohne Navihilfe geht es ca. 5 km auf der Schnellstraße SS2 bis zur Abzweigung nach Castiglione d’Orcia. Bis auf drei hupenden LKW-Fahrer nicht so tragisch wie befürchtet. Anschließend folgt eine Tour durch eine Landschaft wie gemalt. Für einen schöneren Abschnitt müsste man in einem Bild von Monet radeln. Jeden Biker kann dieser Abschnitt nur empfohlen werden. Ein Genuss mit minütlichen Pausen für ein Foto.  Bergig, absolut bergig, aber dafür mit einer sehenswerten Aussicht auf die vorbeifliegende Landschaft. Nicht umsonst zählt das Tal Val d’Orcia zum UNESCO Weltkulturerbe. In Segiano erfolgt die erste Kaffeepause. Der Gastgarten ist ca. 40 cm breit und befindet sich in der Außenkurve und besonders Mutige strecken ihre Beine bis zur Straße aus (allerdings nur bis die dicken Brummer vorbeifahren).Gerald (Dr. Sheldon Cooper des Radsports) erklärt dazwischen die Geschichte des Kaffees und die Trinkweise des Espresso. Man lernt nie aus.

Heute sehen wir eindeutig mehr Radfahrer als gestern. Aber wir sind die besten. Gerald und Hubert erledigen in perfekter Zusammenarbeit eine Schlange. Mitten durch. Überhaupt kräucht und fläucht es den ganzen Tag über im Grünland des Straßenzuges. Wir befinden uns in er Wildnis der Toskana. 

In Arcidosso erfolgt die Mittagsrast. Walter lotst uns zielgenau zur besten Osteria der Stadt, obwohl er die Hausnummer verwechselt. Gut als Postbote ist das auch nicht ganz so wichtig. Pasta und Bohnensuppe. Deliziös.

Anschließend nimmt Lefti auf dem Vorderrad eine Kirschblüte mit. Denk er zumindest. Allerdings stellt sich die Kirschblüte im Rahmen einer Pinkelpause als Pin-Nagel heraus. Zisch und Schlauchwechsel. Die erste Panne ist vollbracht.

Dann folgt der lange Anstieg Richtung Therme Saturnia und eine Abfahrt auf einer Sritzdecke. Anstrengend. Die Suche nach den öffentlichen Thermen-Kaskaden verlief in die falsche Richtung. Die Hotelbesichtigung zeigte zur aller Überraschung ein Hotel. Die Suche wird aufgegeben und beim Rückblick zeigt sich die volle Pracht der öffentlichen Badeanstalt. Das Foto muss mit Zoom erfolgen. Walter ist froh, weil er hatte keine Badehose mit, außerdem konnte er nicht Maß nehmen, es gab nur seichte Becken.

Beim heißen Temperaturen schwinden die Kräfte. Gerald will eine Pause, die ihm gewährt wurde. Im Tal und auf dem südlichsten Punkt der Tour eine Pause in einer Nobel-Raststätte a la Italia (Spelunke). Bierpause vor dem letzten Anstieg nach Pitigliano. Außerdem bietet das Lokal die Möglichkeit die letzten Unstimmigkeiten, die bei der Suche nach der Therme entstanden sind, zu bereinigen. So gehört sich das unter Männern.

Zum Abschluss die Abfahrt nach Pitigliano. Der Anblick ist überwältigend. Die Stadt steht auf Tuffstein und zum Teil in Tuffstein. Sehenswert und einzigartig. Pitigliano ist keinen Stadt, sondern ein Erlebnis Eine in Tuffstein gemeiselte Sensation. Schmale Gassen, Winkel, Stufen – barrierefrei ist anders.

6.5.15 17:24

Letzte Einträge: Bodensee unter Wasser, Tour Breslau - Tag 1, Tour Breslau Tag 2 - Willkommen in Polen, Tour Breslau - Tag 4 - Goodbye Polen - wir sind wieder "Zuhause", Tour Breslau Tag 5 - Im Osten nichts Neues, Tour Breslau Tag 6 - Willkommen Zuhause

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(9.5.15 08:14)


Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen